Wie generiert und verarbeitet man mittels modernster Technik Inhalte? Um Unternehmen dabei zu unterstützen, in ihrer Online- und Offline-Kommunikation mit Content Mehrwert zu liefern, hat Andreas Tepel, Gründer und Head of Engineering bei sentibar, mit seinem Team die „Content Engine“ entwickelt – und erklärt, wie und warum das funktioniert.

Andreas, du bist einer der Gründer von sentibar und Head of Engineering. In dieser Funktion hast du für sentibar die Basis unserer heutigen Arbeit programmiert. Was genau hast du entwickelt, und wie fing das an?

Andreas: „Am Anfang stand bei uns die Idee, die internen Prozesse bei sentibar mithilfe von IT so zu optimieren, dass wir in der Lage sind, riesige Datenmengen möglichst effizient zu Content zu verarbeiten. Als kleines Beispiel: Unsere Crawler finden aktuell täglich tausende Datensätze, aus denen hochwertiger Content generiert werden kann. Diese manuell zu screenen und daraus relevante Daten zu extrahieren, würde Unmengen an manueller Arbeit benötigen, die man an anderen Stellen deutlich besser einsetzen kann.

Aufbauend auf den von unserer Content Engine strukturierten Daten haben wir die visuelle Animation der Inhalte aus dem System heraus automatisiert, sodass der manuelle Arbeitsschritt an dieser Stelle ebenfalls wegfällt. Dadurch können wir uns noch stärker auf die wirklichen Inhalte fokussieren.

Unser ursprüngliches Ziel, dass sentibar die größte Datenbank für Umfragedaten wird, verfolgen wir bei unserer technischen Entwicklung auch weiterhin, jedoch mit einem etwas anderen Fokus. Durch die gesammelten Daten können wir langfristig Trends abbilden, die wir wiederum auch als interessanten relevanten Content aufbereiten können.“

Das Business hat sich schnell von Inhalten für Digital Signage zu Inhalten für sämtliche Kommunikationskanäle weiterentwickelt. Welche Anpassungen und Weiterentwicklungen hast du dafür vorgenommen?

Andreas: „Der anfängliche Fokus von sentibar lag auf Umfragedaten: es gibt riesige Menge an neuen veröffentlichten Daten aus der Meinungsforschung. Diese Daten haben wir dann für die Digital Signage- und out of Home Branche aufbereitet. In diversen Wirkungsvalidierungen konnten wir immer wieder feststellen, was für einen immensen Effekt qualitativ hochwertiger, auf Umfragedaten basierender Content auf Digital Signage Systeme hat. Er garantiert mehr Aufmerksamkeit – und das um mehr als das Dreifache im Vergleich zu gängigen Formaten wie News oder Wetter. Genau aus diesem Grund werden wir von Digital Signage Netzwerken als Lieferant von qualitativ hochwertigem Content geschätzt.

Nach kurzer Zeit hat die tägliche Arbeit dann zwei interessante Dinge gezeigt. Einerseits haben wir immer wieder Anfragen bekommen, ob unsere kurzen Clips auch für die Social Media-Kanäle verwendet werden können, und andererseits haben wir neben Umfragedaten noch weitere gut strukturierbare Formate gefunden, wie beispielsweise kurze Fakten oder auch spannende Branchennews, die sich durch eine sehr gute und leicht verständliche visuelle Aufbereitung als Content für den Online-Auftritt von B2B-Unternehmen eignen.

Von technischer Seite aus unterscheidet sich das Feld Social Media / Content Marketing gar nicht so stark vom Feld Digital Signage wie man denken könnte. Unsere Engine ist darauf ausgerichtet, Content zu generieren. Dabei ist es für das System egal, ob der Content nun für Offline- oder Online-Zwecke erstellt wird. Natürlich müssen beispielsweise für neue Formate oder auch für spezielle Kundenwünsche kleine Änderungen vorgenommen werden. Das Ziel der Content Engine bleibt aber das gleiche - aus der heute stetig wachsenden Menge an Rohdaten gute Inhalte zu extrahieren und diese für unsere Kunden aufbereitet so zur Verfügung zu stellen, dass sie den größtmöglichen Mehrwert bieten und für ihre Zielgruppen relevant sind.“

Was genau kann die Engine nun im Bereich Social Media Content, was beispielsweise ein Mitarbeiter einer Kommunikationsagentur oder in der hauseigenen PR-Abteilung nicht kann?

Andreas: „Wie eben schon einmal kurz angerissen, existieren heutzutage einfach Unmengen an neuen Daten, News, Veröffentlichungen, etc. Wenn ich jetzt überlege, dass eine einzelne Person oder ein Team damit beschäftigt wäre, die ganzen Artikel und Texte zu durchforsten, um für das Unternehmen relevante Inhalte zu finden, wäre das nahezu unmöglich. Was wir bei sentibar auf jeden Fall immer betonen, ist, dass wir es nicht als Ziel haben, den klassischen Marketing- /PR- oder Kommunikationsmitarbeiter zu ersetzen, sondern vielmehr unterstützend an den Stellen einzugreifen, an denen es mit den heutigen Mitteln der Technik nicht mehr nötig ist, manuelle Arbeit einzusetzen. Durch unseren ‚Managed Service‘ bleibt im gesamten Prozess immer eine menschliche Komponente bestehen, die jedoch im Vergleich zur Arbeit ohne unsere Lösung sich voll auf die wirklichen Themen und Interaktionen mit den Zielgruppen fokussieren kann.

Neben der effizienten inhaltlichen Aufbereitung bietet unsere Engine noch einen weiteren klaren Vorteil - die visuelle Aufbereitung. In unserem System können Templates hinterlegt werden, die nach einmaliger Erstellung immer wieder mit aktuellen Inhalten befüllt werden können. Diese Design Templates können einerseits unsere Kunden selbst erstellen, sofern Designexpertise vorhanden. Andererseits unterstützen wir unsere Kunden auch gerne mit unseren Designern zusammen bei der Erstellung solcher Templates. Gute Inhalte wirken umso besser, je klarer auch die Designsprache sie transportiert.“