Jemanden, der leidenschaftlich gern schreibt, stellt man sich manchmal wie den einsamen Poeten vor. Für Mareike Neumayer ist es allerdings eine ziemlich gesellige Sache – sie liebt es, Geschichten hinter Menschen und Unternehmen zu entdecken und zu erzählen, Fragen zu stellen, die besten Seiten zu beschreiben, Dinge zu verstehen und zu erklären und sich mit anderen auszutauschen. Dass Kommunikation einfach ihr Ding ist, konnte sie im Studium praxisnah erleben: „Ich habe ein duales BWL-Studium bei einem großen Medienkonzern gemacht. Optimal daran war, dass ich dabei sämtliche gelernte Theorie gleich in der Praxis ausprobieren konnte, weil ich während des Studiums in ganz unterschiedlichen Bereichen des Konzerns gearbeitet habe. Auch die, die mir dabei nicht so lagen, haben mir zumindest ein Verständnis für verschiedenste unternehmerische Anforderungen vermittelt. In der hauseigenen Agentur war dann allerdings sofort klar: Das ist es. Wenn ich konzipieren, interviewen, schreiben kann, bin ich glücklich. Durch meinen Background kann ich dieses Glück aber durchaus strategisch ausrichten und Kommunikation mit Blick aufs Ganze, auf die unternehmerischen Zusammenhänge gestalten“, erzählt Mareike.

Nach verschiedenen beruflichen Stationen in Text, Redaktion und Unternehmenskommunikation macht sie bei sentibar im Schwerpunkt Content Marketing. Das bedeutet: Themen identifizieren, die die Zielgruppen interessieren, Formatauswahl vom Social-Media-Snippet über Listicals bis zum Blog-Artikel, Recherche für fundierte Artikel. Und vor allem Schreiben, Schreiben, Schreiben. In einem Stil, der für sentibar steht und gleichzeitig den potentiellen Kunden anspricht. Damit das alles so zielgerichtet ablaufen kann, ging diesem Daily Business aber ein differenziertes Planen mit dem ganzen Team voraus, wie die Buyer Persona-Analyse oder die Entwicklung eines Corporate Wordings. Außerdem kümmert sich Mareike um Pressemitteilungen und alles, was redaktionell anfällt.

„Bei Text und Kommunikation ist es wie bei einem Handwerk, das man lernen muss..."

Auf die Frage, was es braucht für diesen Job, sagt sie: „Bei Text und Kommunikation ist es wie bei einem Handwerk, das man lernen muss. Das wird manchmal vergessen. Dann wird in Unternehmen zum Auszubildenden gesagt: ‚Mach das doch mal eben mit, du kannst doch schreiben.‘ Auf einem Event für Werber lag mal eine Postkarte mit dem bösen, aber treffenden Spruch ‚Schreiben kann jeder – nur lesen will’s dann keiner‘. Ich habe dieses ‚Handwerk‘ gelernt, und versuche, mich darin kontinuierlich weiterzuentwickeln – und ich schätze an sentibar, dass es hier wirklich ein enormes Bewusstsein für den Wert guter Kommunikation gibt. Durch unser Kerngeschäft sehen wir jeden Tag, welchen Hebel ein Unternehmen hat, das die Ressource Kommunikation erkennt und gezielt für die Weiterentwicklung des Unternehmenserfolgs einsetzt. Für mich als Kommunikatorin ein ideales Arbeitsfeld.“

Mareike ist es wichtig, dass zu Handwerk und Strategie ganz viel Begeisterung dazukommt. Warum? „Wenn man etwas liebt, dann macht man es meist auch gut. Das ist das tolle an einem jungen, kleinen Unternehmen – hier könnte es sich gar keiner leisten, einfach 9 to 5 leidenschaftslos eine Aufgabenliste abzuarbeiten. Da ist Herzblut im Spiel. Ich möchte ohne das nicht arbeiten müssen. Ehrlich gesagt, fühlt es sich dann oft auch nicht wie Arbeit an.“

Diese Begeisterung für die gemeinsame Sache macht für die Marketing- & Communications-Managerin auch die Team-Atmosphäre aus. „Hier geht es nicht um Profilierung einzelner, sondern jeder setzt sich mit seinen Fähigkeiten und unglaublich viel Energie für unsere Unternehmensziele ein. Das wirkt sich auch auf die interne Kommunikation aus. Wenn wir über etwas diskutieren, hören wir uns tatsächlich zu und greifen Ideen auf – dadurch entsteht Neues. Es wird viel miteinander besprochen, offen kommuniziert - das kommt meinem Naturell entgegen …!“

Mit Gefühl und Strategie zur erfolgreichen und einzigartigen Kommunikation

Als Kommunikatorin setzt Mareike auch auf emotionale Kompetenz. Ihrer Meinung nach macht erst die Kombination scheinbarer Gegensätze – Strategie und Gefühl – die Kommunikation wirklich erfolgreich und einzigartig. Sie kann sich in Unternehmen, ihre Geschäftsfelder und Zielgruppen hineinversetzen. Bevor sie etwas konzipiert oder schreibt, möchte sie immer ein Gefühl dafür haben, was denjenigen, den sie erreichen möchte antreibt, was ihn motiviert und was er gerade braucht.

Selbst in ihrer Freizeit schreibt Mareike immer noch. Zum Beispiel Songtexte. Oder sie liest die Texte anderer Menschen – „in einer Buchhandlung könnte ich mich einschließen lassen.“ Und kocht leidenschaftlich gern für Freunde: „Am liebsten wäre mir das so, wie man das aus italienischen Filmen kennt: eine lange Tafel voller Menschen, unzählige Gänge mit köstlichem Essen, Vino und bis tief in die Nacht zusammensitzen und erzählen.“ Kreativ ist sie auch dank ihrem kleinen Sohn: „Ich kann spontan ein Spiel erfinden, ein Kuscheltier-Theater veranstalten oder aus Eierkartons ein Raumschiff basteln. Mir gehen die Ideen eigentlich nie aus – das ist auch in meinem Job oft ziemlich nützlich.“