Seinen Namen liest man im Abspann eines Star Wars Films: Tim Rose. Und auch wenn die Namensgleichheit mit dem Schauspieler, der in die Rückkehr der Jedi-Ritter den Admiral Gial Ackbar spielt, zufällig ist, ein bisschen Science-Fiction-Gefühl kommt schon auf, wenn unser Software Engineer von seinem Studienfach erzählt. „Kognitive Informatik ist eine Disziplin der Informatik, bei der es vor allem um die Interaktion zwischen Mensch und Maschine geht, die selbstständig und zielbasiert in unbekannten Umgebungen interagieren und sich durch das Lernen allmählich weiterentwickeln“, erklärt Tim.

„Ich denke, dass viele Menschen die KI überschätzen."

Er war schon immer computerbegeistert und fasziniert von den vielen Anwendungsmöglichkeiten, die Künstliche Intelligenz bietet, um die Zukunft mitzugestalten. Angst vor KI zu haben braucht seiner Meinung nach niemand: „Ich denke, dass viele Menschen die KI überschätzen. Eigentlich sind KI-Programme nur stark spezialisierte Programme, die mit begrenztem Input und einem durch Daten antrainiertem Model statistische Vorhersagen treffen. Durch die Vermenschlichung durch Sprachassistenten wie Siri, Cortana und anderen entsteht oft die Vorstellung von bewusst agierenden Wesen, wodurch es zur Überschätzung kommt. Man sollte sich als Gesellschaft nur nicht einfach blind auf KI-Programme verlassen, wenn man ihre Funktionsweise nicht mehr nachvollziehen kann.“

Bei sentibar setzt Tim sein Wissen und Können dafür ein, die „Content Engine“ weiterzuentwickeln, mit deren Hilfe automatisiert Inhalte gesucht und eingeordnet werden. Ein Freund leitete dem 23-Jährigen damals das Foto einer Stellenanzeige weiter, in der diese Aufgabe zur Disposition stand – und eine Woche später hat Tim angefangen, bei sentibar neben seinem Studium zu arbeiten. „Durch die praktische Anwendung dessen, was ich als theoretisches Wissen aus der Uni mitgebracht habe, habe ich es quasi noch einmal neu gelernt, mit anderen Augen gesehen und so viel besser verstanden.“ Doch nicht nur das ist für Tim ein Faktor, warum er seinen Job mag: „Ich schätze total die flachen Hierarchien und die Eigenständigkeit, die ich hier beim Arbeiten habe. Und natürlich auch die freundschaftliche Atmosphäre – wir haben viele Events, die für echtes Team-Gefühl sorgen.“

„Irgendwann möchte ich mit Familie in einem Haus mitten in der Natur leben.“

Für den Job als Software Enginieer braucht der Student große Abstraktionsfähigkeit, um komplexe Problemstellungen zu bearbeiten. Und wenn es mal echt zäh wird, weil eine scheinbar unlösbare Herausforderung echt müde macht? „Dann helfen bei mir am besten frischen Luft und ein Blick ins Grüne. Auch nach Meditation bin ich mental wieder bereit, weiterzumachen“, sagt Tim. Dieses zielstrebige und disziplinierte Durchhaltevermögen hat Tim auch durch Sport trainiert. Er ist seit 14 Jahren Mitglied im DLRG-Steinhagen und geht dort regelmäßig zum Schwimmtraining und manchmal auch auf Wettkämpfe. Vor kurzem hat Tim auch das Mountainbiken für sich entdeckt und radelt bei gutem Wetter durch den nahen Teutoburger Wald. Und weil das noch nicht genug ist, steht auch noch Bouldern und Training im Fitnessstudio auf seinem Plan. Ach ja, und ganz nebenbei macht Tim auch noch seinen Master. Seine Träume bleiben trotzdem ganz bodenständig: „Irgendwann möchte ich mit Familie in einem Haus mitten in der Natur leben.“