Eine 74-jährige Lady hat den ersten Instagram-Hype des Jahres ausgelöst: US-Countrystar Dolly Parton postete ein Meme aus vier Bildern, die sie in vier ganz verschiedenen Aufmachungen und Szenerien zeigen. Jedes Bild steht dafür, wie ein Profilbild auf LinkedIn, Facebook, Instagram oder Tinder aussehen würde.

Überschrieben hat sie die Collage mit „Get you a woman who can do it all” – Such dir eine Frau, die alles kann. Dolly Partons Post hat inzwischen Millionen Likes und inspiriert Stars und Jedermann/frau zum Nachmachen – knapp 500.000 Hashtags existieren bereits zur #dollypartonchallenge.

Was für eine charmante Karikatur davon, wie Soziale Netzwerke funktionieren: Für jeden Kanal passen wir unsere Persönlichkeit an. So zeigt sich Dolly Parton auf dem LinkedIn-Bild im adretten Businesslook. Im mit Facebook betitelten Bild trägt sie einen Weihnachtspullover, den sicher nur Freunde schön finden können. Für Instagram posiert sie mit Gitarre und nutzt Filter, und für das Tinder-Bild hat sie sich sogar ins Playboy-Bunny-Kostüm gewagt.

Was hier plakativ, witzig und vielleicht auch ein bisschen Netz-selbstironisch dargestellt wird, zeigt gleichzeitig aber wichtige Tipps, die auch Unternehmen in der Nutzung von Social Media-Kanälen helfen:

Jeder Kanal funktioniert anders

Je nachdem, wo Sie Inhalte veröffentlichen wollen, gelten andere Regeln und Erfolgsfaktoren. Schicken Sie Ihre Inhalte nicht einfach im immer gleichen Format durch Facebook, Instagram und Co., sondern berücksichtigen Sie die Besonderheiten jedes Mediums: Textlänge, Tonalität, Medienformate, Hashtags – auf jedem Kanal funktioniert Kommunikation ein bisschen anders.  

Zum Beispiel:

Auf Instagram sagt ein Bild mehr als tausend Worte: Dieser Kanal ist extrem visuell geprägt: illustrieren Sie ihr Thema, setzen Sie es in Szene! Entwickeln Sie eine eigene, durchgängige Bildsprache. Die Texte sind eher kurz und fordern bestenfalls zum Kommentieren auf. Mit Hashtags lenken sie mehr Menschen auf ihren Account.

Auf Facebook erzielen Videos die größte Reichweite. Auch Fotos verbessern die Verteilung von Statusmeldungen. Im größten Sozialen Netzwerk spricht man nicht umsonst von Facebook-„Freunden“: Das darf sich auf die Tonalität der Texte auswirken. Wenn Sie Ihr Thema emotional oder unterhaltsam aufbereiten, steigern Sie die Interaktion.

Auf LinkedIn dürfen die Beiträge gern fachlichen Mehrwert liefern. Sie können sich hier als Experte Ihrer Branche positionieren, Unternehmensnews teilen und nützliche Empfehlungen geben. Die Tonalität: sachlich und auf Augenhöhe. Das Verbreiten von lustigen Bildchen ist eher verpönt.

Denken Sie an die Zielgruppe

Auf verschiedenen Kanälen werden Sie auf mehr oder weniger unterschiedliche Teile Ihrer Zielgruppe treffen. Oder die gleichen Menschen in unterschiedlicher Rolle: Während Ihr Kontakt auf LinkedIn Ihren Artikel eher während der Arbeitszeit in seiner beruflichen Funktion und innerhalb seines fachlichen Umfelds liest, wird er sich abends in der Bahn als Privatperson seinen Facebook-Feed anschauen. Soziale Medien sind mehr als Selbstinszenierung: haben Sie deshalb im Blick, mit wem Sie in Dialog treten möchten. Ihre Zielgruppe zu kennen, ist essentiell. Viele Unternehmen entwickeln daher gern zunächst die sogenannten „Buyer Personas“ – fiktive Personen, die stellvertretend verschiedene Typen Ihrer Zielgruppe symbolisieren, um sie greifbarer zu machen.

So wird es auch leichter, die richtige Ansprache und Tonalität zu finden. Diese Corporate Language bildet dann den Rahmen, innerhalb dessen Sie die Tonalität auf den verschiedenen Kommunikationskanälen variieren.

Passen Sie sich an, aber bleiben Sie sich dabei treu

„Wer bin ich, und wenn ja, wie viele“ – sich an die Erfolgsfaktoren und Zielgruppen der Kanäle anzupassen, bedeutet nicht, zur multiplen Persönlichkeit ohne eigene Identität zu werden. Es sind eher Facetten einer (Unternehmens-)Persönlichkeit, die wir zeigen sollten. Diese Unternehmensidentität für sich klar zu definieren, gibt Sicherheit, um bei aller Kanal-Flexibilität ein konsistentes Image zu bewahren.

„Get you a woman who can do it all”, schreibt Frau Parton. Wir sagen: Nehmen Sie sich einen Contentlieferanten, der alles kann! Wenn Sie Fragen haben, wie wir datengetrieben Content generieren und passend für Ihre Kanäle und Zielgruppen aufbereiten können, freuen wir uns auf Ihre Nachricht.