Wir nehmen den heutigen „Welttag des geistigen Eigentums“ zum Anlass, um ein Thema anzuschneiden, das gerade im Bereich Social Media und Content Marketing fast täglich eine Rolle spielt: das Urheberrecht an Text und Bild. Auch wenn digital Teilen und Verbreiten so einfach ist, ohne Recht dazu kann’s teuer werden. Was muss man beachten? Wir haben hier einige Punkte aufgelistet, bei denen Sie aufmerken werden und im Zweifelsfall einen Anwalt fragen sollten:

Thema Zitate

Auf vielen Webseiten und Profilen finden sich gern Aussagen mehr oder weniger berühmter Persönlichkeiten, die wie ein Werbespruch verwendet werden. Doch einen fremden Text wie einen Slogan einzusetzen, weil er so schön ist und so gut zum Angebot passt, kann problematisch sein.

Die Verwendung von Zitaten ist aber zum Beispiel möglich, wenn

  • Sie ein Zitat als solches kenntlich machen und es nur dazu dient, eigene Gedanken (die den überwiegenden Teil des Textes ausmachen sollten) zu untermauern.
  • Ihnen der Urheber des Zitats die Nutzung für vereinbarte Zwecke genehmigt hat.
  • Der oder die Zitierte bereits mehr als 70 Jahre tot und somit das Urheberrecht erloschen ist.

Thema Bilder

Kaum ein Social Media-Post kommt ohne Bild aus, und ein guter Artikel will illustriert sein. Auch wenn die Google-Suche dann die schönsten Motive dazu liefert – auch beim Bild gilt: Achtung Urheberrecht!

Die Verwendung eines fremden Bildes ist aber zum Beispiel möglich, wenn

  • Der Urheber Ihnen die Erlaubnis gegeben hat, das Bild für vereinbarte Zwecke zu verwenden und Sie einen Copyright Hinweis anbringen (es sei denn, der Urheber hat ausdrücklich darauf verzichtet).
  • Sie das Bild käuflich auf einer Bilderplattform erworben haben und es gemäß der Lizenzvereinbarung verwenden. Beachten Sie, dass die Nutzungsrechte sehr unterschiedlich sein können, beispielsweise privat, redaktionell oder kommerziell, online oder Print, oder auf bestimmte Länder beschränkt.
  • Sie das Bild bei einer Bilderplattform für kostenlose Bilder (zum Beispiel unsplash oder pixabay) heruntergeladen haben und es nur im Rahmen der angegebenen Nutzungsbedingungen verwenden. Mit verschiedenen Kürzeln kennzeichnen die sogenannten „Creative Common Lizenzen“, was erlaubt und was verboten ist.

Hier ein Überblick:

CC0 – kein Urheberrechtsschutz, kostenfreie kommerzielle Verwendung ohne Bildnachweis möglich
CC BY – wie oben, nur mit Namensnennung und Hinweis auf Bearbeitung

CC BY-SA – wie CC BY, plus: sollte das Bild bearbeitet worden sein, muss es unter der gleichen Lizenz wie das unbearbeitete Original veröffentlicht werden.

CC BY-ND – wie CCBY, aber das Bild darf nicht verändert werden

CC BY-NC – wie CCBY, aber das Bild darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden

CC BY-NC-SA – wie CC BY-NC und zusätzlich Weitergabe nur unter gleichen Bedingungen

CC BY-NC-ND – wie CC BY-NC und zusätzlich keine Veränderung am Bild erlaubt

(Dieser Artikel soll lediglich aufmerksam machen und hat keine Rechtsverbindlichkeit)